On2VP6 versus H.264 in Flashanwendungen
Nov 21st, 2009 | By admin | Category: Flash & FlexAls Flash- und Flexentwickler hatte ich in der Auseinandersetzung bezüglich des Streamens von Videoinhalten ein ziemliches Problem. Das Problem könnte sich nun gelöst haben. Folgende Hintergrundinformation:
Einerseits hat Flash eine Verbreitung von über 90% und bietet deutlich besseren Interaktion zwischen dem Inhalt und der Plattform an als Windows (WM9), Real, Quicktime. In Flash (ab Version 9) können mit Cue Points Video-Inhalte beeinflusst werden. Windows Media benötigt für die Setzung von Sprungmarken JavaScript und ist aufwendig zu implementieren. Eine schnelle Implementierung von Interaktion bietet Flash also.
Doch es gibt einen großen Nachteil. CS3 codiert im Format On2VP6 oder Sorensen Spark. On2VP6 ist leider mittlerweile vier Jahre alt. Im Vergleich zu H.264, welches in der CS3 nicht zur Verfügung steht, wird On2VP6 längeres Encodieren und erhöhter Ressourcenverbrauch zugeschrieben. Die Videoqualität von Flash (Sorenson / On2VP6) liegt leider deutlich unter WM9 und H.264. Man muss schon zu höheren Bitrates greifen, um mit On2VP6 die gleiche Videoqualtität zu erzielen wie mit WM9. Onlinebibliotheken bieten ihre Filme deshalb mit Quicktime MP4 H.264 an.
In Flash geht die Systemlast meines 1 Jahr alten Rechners auf 90% hoch. Im WM9 gerade mal auf 50%. Das Encoding scheint bei Flash noch nicht optimal zu laufen. Vielleicht liegt das auch an deren Historie im Bereich Animation und nicht Video. Dennoch war mir der Schwerpunkt hinsichtlich Interaktion am wichtigsten. Deshalb hatte ich weiterhin Flashvideos im flv-Container zur Verfügung gestellt.
Flash (Cs4) implementiert H.264. Ich hatte diese schon im Einsatz und tatsächlich ging die Systemlast zurück. Dennoch gibt es noch einen Nachteil. Der MPEG-4-Container k0mbiniert H.264 Video nur mit AAC-Audio und in keiner anderen Kombination. UND: weiterhin hat der Adobe-eigene Flash-Player den Nachteil, zur Vollbilddarstellung direkt auf die Skalierungsfunktionen der Grafik-Hardware zurück zu greifen.